Fahrt nach Sprendlingen-Gensingen

09.03.2026

Bereits im Juli 2025 erklärte unser Kreis Merzig-Wadern, eine Energiedienstleistungsgesellschaft (EDG) gründen zu wollen. Dem stimmt der Gemeinderat Perl zu.

Die EDG-MBH existiert seit mittlerweile 28 Jahren und hat 16 Gemeinden als Gesellschafter. Dankenswerter Weise durften wir von deren Erfahrung profitieren. Und so waren wir heute zu Gast in Sprendlingen-Gensingen.

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    Auch im engen Keller einer Grundschule findet sich ausreichend Platz.

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Organisiert wurde die Fahrt von der Verwaltung, so dass alle Parteien gleichermaßen eingeladen waren. Es fanden sich mehrere Fahrgemeinschaften mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zusammen. So kam es schon auf dem Weg zu einem regen Erfahrungsaustausch.

Vor Ort wurde dann bestätigt: Die Sektorkopplung muss immer mitgedacht werden. Wärme und Strom, Gebäude und Verkehr, alles hängt miteinander zusammen und Synergien lassen sich am besten heben, wenn man das ganze Bild im Blick behält.

Wesentliche Schlüsselaspekte für den Erfolg sind:

  • das Engagement aller beteiligten Akteure: "Wo ein Wille da ein Weg"
  • 100% kommunale Beteiligung ist Vorraussetzung um inhaus-Vergaben möglich zu machen
  • regulatorische Vorgaben zu beherrschen erlaubt es innovative Lösungswege zu eröffnen.
  • Die Differenz zwischen Kapitaldienst und Betriebskosten (traditionelle Betriebsstoffe) macht den ökonomischen Erfolg aus.
  • Gegenseitiges Vertrauen entlastet sowohl finanziell wie personell und beschleunigt Abläufe

So werden dann Vorhaben realistisch, wie ein "Kraftwerk in dem man schwimmen kann" - also ein Schwimmbad ohne laufende Energiekosten.

So ist es leicht erklärlich, dass die EDG den Europäischen Preis für Energieeffizienz gewinnen konnte. Am Ende ist es Konsens: Eine solche Beteiligung fördert regionale Wertschöpfung weil Investitionen vor Ort getätigt werden und der bisher laufende Abfluss an Liquidität durch den Kauf von Brennstoffen immer weiter reduziert wird. Auch wird das Personal der jeweiligen Gebäudeverwaltung von Routineaufgaben entlastet, wenn diese zentral gebündelt werden. Durch die wachsende Informationstiefe der energetischen Kontrolle reduzieren sich Ausfall- und Reparaturzeiten. Bürger, Gewerbe und Verwaltung profitieren: win-win-win!


Wir bedanken uns recht herzlich bei den Organisatoren und vor allem bei den Gastgebern für den herzlichen Empfang und den fruchtbaren Austausch. Sie haben uns einen Weg in die energieautarke Zukunft gezeigt.